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29. April 2018

Junge Union und Seniorenunion besichtigen Messezentrum

Das Messezentrum in Bad Salzuflen ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für Bad Salzuflen und die gesamte Region. Zu diesem Schluss sind die Teilnehmer eines Rundganges durch die Messehallen gelangt. Organisiert von der Jungen Union Bad Salzuflen, nahmen neben den Nachwuchspolitikern auch Mitglieder der Senioren Union Bad Salzuflen an der Führung von Andreas Reibchen, Geschäftsführer der Messe Ostwestfalen GmbH teil. Zuerst führte der Weg durch die Messehallen. „Es ist beeindruckend, diese Hallen einmal in leer zu sehen.“, kommentierte einer der Teilnehmer. Reibchen erläuterte unter anderem die Sicherheitstechniken in den Hallen wie Sprinkleranlage oder Rauchabzüge und verwies auf die hohen Kosten hierfür. „Wir müssen die Sicherheitstechniken jede Woche überprüfen. Da können Sie sich ja vorstellen, was für Kosten da auf uns zu kommen.“

Anschließend ging es in einen sonst verschlossenen Bereich. Die Besucher besichtigten eine der Hallen, die permanent an die Möbelaussteller der M.O.W. vermietet ist. „Zwar nimmt diese Dauerausstellung ziemlich viel Platz in Anspruch, der nur zweimal im Jahr richtig gebraucht wird“, erklärt Andreas Reibchen. „Allerdings ist es für die Aussteller wesentlich günstiger ihre Stände aufgebaut stehen zu lassen, als jedes Jahr einen neuen Stand zu bauen.“ Bei anderen Möbelmessen würden die Aussteller-Räumlichkeiten, die nicht selten einen Wert von mehr als 4 Millionen Euro haben, einfach entsorgt. Nach der Führung durch die Messehallen, lauschten die Besucher bei Brötchen und Kuchen einem spannenden Vortrag des Messe-Geschäftsführers.

Die Geschichte des heutigen Messezentrums an der Bundesstraße 239 beginnt vor mehr als 30 Jahren. In den 1970er-Jahren begann der Großvater von Andreas Reibchen mit einer Ausstellungshalle für die Hausmessen der lokalen Möbelindustrie. Schnell wurde klar, dass sich hier eine Erfolgsgeschichte entwickeln würde. In den folgenden Jahren kamen immer mehr Hallen in den Ortsteilen Schötmar, Holzhausen und Waddenhausen hinzu. Im Jahr 1984 wurde dann die erste Möbel-Ordermesse Westfalica (M.O.W.) veranstaltet. Diese Messe ist bis heute eine der bedeutendsten Messen im Messezentrum und eine der wichtigsten Branchenveranstaltungen des europäischen Möbelmarktes. Das Messezentrum entwickelte sich in den folgenden Jahren immer weiter, wichtige Fach- und Besuchermessen kamen hinzu, z.B. die ZOW, die HAUS oder die Custombike, die weltweit größte Messe für umgebaute Motorräder.

Im Jahr 2005 wurde dann die bis heute bestehende Messe Ostwestfalen GmbH gegründet. Einige der Messehallen wurden verkauft, andere neue Hallen wurden gebaut. Heute besteht das Zentrum aus mehr als 15 Hallen auf einem Gelände mit mehr als 80.000 qm an der B239 und zählt damit zu den bedeutendsten Messe-Standorten Deutschland. „Wir sind zwar nicht der einzige Wirtschaftsfaktor in der Stadt, aber wahrscheinlich könnte die Stadt nicht unbedingt ohne uns. Ein Großteil der Übernachtungen in Bad Salzuflen sind auf Messe-Besucher zurückzuführen. Allerdings könnten wir auch nicht ohne die Stadt. Das Messezentrum Bad Salzuflen ist allerdings das einzige Messe-Unternehmen in Deutschland, welches nicht von einer staatlichen Institution gefördert wird.“, betonte Reibchen stolz.

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