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29. Mai 2019

Angeregte Diskussion ums Ehrenamt

Die Junge Union Bad Salzuflen hat eine Podiumsdiskussion zum Thema „Ehrenamt und Ratsarbeit – Fehlt der Nachwuchs?“ veranstaltet. Über den Dächern der Stadt im „The View“ stellten sich die Referenten Christian Hellmich von der Schützengesellschaft Schötmar von 1732 e.V. und Klaus-Peter Wind aus der CDU-Ratsfraktion den Fragen des Publikums.

Eines der beherrschenden Themen des Abends, war die Attraktivität des Ehrenamtes für Jugendliche. „Die Zeiten haben sich geändert. Junge Menschen sind heute in der Freizeitgestaltung lieber unabhängig anstatt sich parteipolitisch einzubringen!“, betonte Klaus-Peter Wind. „Ich engagiere mich in der Politik, um mich für die Belange der Bürgerinnen und Bürgern einzusetzen. Junge Menschen, die sich politisch einbringen wollen, haben dazu bei uns gute Chancen. Ein bisschen frischer Wind von außen und auch von der jüngeren Generation ist immer willkommen.“

„Mal ganz plakativ gefragt: Stimmt das Vorurteil, dass Schützen immer nur Trinken und ab und zu noch ein wenig schießen?“, warf Moderator Tim Alexander nach einiger Zeit an den Vertreter der Schützengesellschaft in den Raum. Dieser konterte: „Natürlich haben wir mit diesem Gerücht zu kämpfen. Wenn man von der Gesellschaft erst einmal ein solches Vorurteil auferlegt bekommen hat, ist es schwer dieses wieder los zu werden. Aber genau daran arbeiten wir aktuell. Die Schützengesellschaft bringt sich an vielen Stellen auch caritativ ein. Unter anderem steht hier die „Knusperhäuschen-Aktion“ der Jungschützen hoch im Kurs“. Aber auch ein Besuch im Senioren-Stift Hoffmans-Park gehört hier mit zu. „So präsentieren wir uns auch immer noch denjenigen, die früher Schützenfest mit uns feierten und dies jetzt vielleicht nicht mehr können.“ Einer der Zuhörer fragt noch einmal kritisch nach: „Wieso sollte ich ausgerechnet bei Ihnen eintreten?“. „Das besondere an unserer Gesellschaft ist die Gemeinschaft. Jeder ist willkommen.“

Ein weiteres großes Thema des Abends war die „Landflucht“. Das Kredo war klar: Für viele Ehrenämter ist dies ein Problem. Bad Salzuflen ist als für junge Menschen nicht attraktiv genug. „Die jungen Menschen wollen raus und mal etwas anderes erleben.“, weiß auch Klaus-Peter Wind. „Genau diese Altersklasse, so zwischen 20 und 30, ist schwierig in der Region zu halten. Und genau da wollen wir Ansätzen. Es ist unsere Aufgabe, die Stadt und die Region für junge Menschen attraktiv zu gestalten und lebenswerter zu machen. Und dann engagieren sich vielleicht auch mehr Menschen im Ehrenamt vor Ort.“, betont der stellv. Vorsitzende Tim Alexander. „Die Stärkung des Ehrenamtes hat für uns einen hohen Stellenwert.“, sagt auch der JU-Chef Luka Kahren.

Das Foto zeigt die beiden Referenten mit dem JU-Vorstand. Von links: Christian Hellmich, Tim Alexander, Leah Hübner, Luka Kahren, Daniel Funke und Klaus-Peter Wind.

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