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10. Juli 2019

Artikel der LZ über Bürgermeisterkandidat

Interessant und hier zum Nachlesen! Der Artikel von Thomas Reineke aus der LZ vom 06.07.2019:

„Bad Salzuflen hat für mich in der öffentlichen
Wahrnehmung in Lippe nicht den Stellenwert, den die Stadt von ihrer Bedeutung her als mit Abstand zweitgrößte Kommune im Kreisgebiet haben müsste.“ Dirk Tolkemitt spricht diesen Satz ruhig, fast leise. „Wofür steht die Stadt, wo will sie hin?“, ergänzt der 55-Jährige.
Geht der Plan von Tolkemitt und dem Vorstand des CDU-Stadtverbandes auf, kann er die Richtung ab Herbst kommenden Jahres mitbestimmen – als neuer Bürgermeister von Bad Salzuflen. Dann hätte er auch die Chance, etwas an den Hebesätzen für die Grundsteuer B zu ändern. Diese liegen in Bad Salzuflen bei stolzen 620 Punkten. Das nennt Tolkemitt „enteignungsgleich“.


Doch der Reihe nach: „Heike Görder ist auf mich zugegangen und hat mich gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte“, sagt Tolkemitt über die Kontaktaufnahme durch die CDU-Stadtverbandsvorsitzende, die wie ihr Kandidat in Lemgo arbeitet. Tolkemitt gibt zu, „ein paar Dienstage über die Frage der Kandidatur geschlafen zu haben.“ Schließlich habe er zusammen mit seiner Familie entschieden: „Ja, ich will mit 55 nochmal etwas Neues machen. Bad Salzuflen kann mehr.“


Seit 2007 ist der Kalletaler 1. Beigeordneter und Kämmerer der Alten Hansestadt Lemgo. Seine aktuelle Wahlperiode läuft bis Ende 2022. Not zu wechseln, habe er nicht. „Die Entscheidung, in Bad Salzuflen anzutreten, ist keine gegen Lemgo“, betont Tolkemitt. Er fühle sich wohl in der alten Hansestadt, verweist auf die Haushaltskonsolidierung („Wir haben kein strukturelles Defizit mehr“) ohne nennenswerte Steuererhöhungen und trotz großer Investitionen wie zum Beispiel in die Schulen, auf eine Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent (in Bad Salzuflen sind es 6 Prozent), auf den Umbau der Innenstadt, auf den in Lippe einmaligen, 25 Millionen
Euro schweren Pensionsfonds für in Ruhestand gehende städtische Beamte oder auf die rasante Entwicklung auf dem Campus der Technischen Hochschule. „Es hat sich ausgezahlt, ab 2010 sechs strategische Ziele für Lemgo aufzustellen und diese umzusetzen.“

Für Bad Salzuflen hat Tolkemitt bereits Ideen: „Es ist schade, dass der Ort keine Kongressstadt mehr ist.“ Zudem müsse die Steilvorlage der Medizinischen Fakultät OWL mit den Uni-Kliniken in Lippe und dem Studiengang Medizintechnik an der Technischen Hochschule in Lemgo genutzt werden. „Bad Salzuflen ist einer der größten Reha-Standorte in Deutschland, da gibt es Kooperationsmöglichkeiten.“
Zwar habe sich für Lemgo durchaus ausgezahlt, dass die größere Nachbarstadt gewerblichen Unternehmen seit vielen Jahren keinen Platz bieten kann, doch sei dies für Bad Salzuflen selbst ein riesiger Nachteil. Kaum jemand sei begeistert, wenn in seiner Nachbarschaft ein neues Gewerbegebiet entstehen soll. „Man muss deswegen frühzeitig mit den Bürgern sprechen, und zwar auf Augenhöhe.“ Tolkemitt selbst habe häufiger gehört, dass das Klima in Bad Salzuflen nicht wirtschaftsfreundlich sein soll. „Ob das tatsächlich so ist, weiß ich nicht. Aber es kann nicht sein, dass ein Markt eineinhalb Jahre auf die Änderung eines Bebauungsplans warten muss, wie ich in der LZ gelesen habe.“
Wirtschaftsförderung sei in der Kurstadt neben vielen anderen Dingen wie Klimaschutz oder der Förderung des Tourismus wichtig. Denn: „Auch in Bad Salzuflen gibt es eine Menge Leute, denen es nicht gut geht und die arbeitslos sind.“ CDU-Vorsitzende Heike Görder erhofft sich von einem
Bürgermeister Tolkemitt eine Stärkung der Verwaltung, die mutig Entscheidungen trifft und den Bürgerwillen schneller umsetzt.
Wer für die CDU letztlich tatsächlich ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus im Herbst 2020 geht, wird auf einer Mitgliederversammlung am Donnerstag, 5. September, im Salzufler Bahnhof entschieden. Bis zu diesem Termin können weitere Kandidaten ihren Hut in den Ring werfen

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