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20. Juli 2020

Dr. Carsten Linnemann zu Gast in Bad Salzuflen

Dr. Carsten Linnemann: Jeden Tag Kontakt mit der Intensiv-Station der Deutschen Wirtschaft.

Als Gast der Bad Salzufler CDU referierte der Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU und stellv. Vorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Dr. Carsten Linnemann MdB vor Vertretern der Salzufler Wirtschaft im Messezentrum. Linnemann verwies dabei auf Branchen wie Messen, Schausteller, Hotels, die der Zeit Quasi unter einem Berufsverbot stehen. Die staatlichen Hilfen sind demnach für einige Branchen überlebenswichtig, jedoch könne der Staat nicht alles ersetzen. Neben 365 Kreuzfahrtschiffen würde immer noch der allergrößte Teil der Verkehrs- und Frachtflugzeuge vom Stillstand betroffen sein und frühere Wirtschaftskrisen seinen im Verhältnis zur derzeitigen Corona- Krise nur ein laues Lüftchen gewesen
Der Salzufler Messechef Andreas Reibchen und Vertreter der Salzufler Hotellerie und Gastronomie erläuterten an Beispielen, wie die Krise ganz konkret Unternehmen und Mitarbeiter getroffen hat.
Dr. Linnemann bezeichnete das bisherige Krisenmanagement der Bundeskanzlerin und der Regierung als gut und wirkungsvoll, jedoch müssten auch in nächster Zeit noch Feinjustierungen vorgenommen werden, um nachhaltig die bundesdeutsche Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen. Linnemann wies darauf hin, dass kein Land der Welt so schnell und nachhaltig auf die Krise, sowohl im medizinischen, wie auch im wirtschaftlichen Bereich reagiert habe wie die Bundesrepublik und die Bundesregierung sei auch die treibende Kraft, die gesamte europäische Union ohne allzu nachhaltige Blessuren durch die Krise zu bringen. Ein wichtiges Ziel der Politik sei es, der Wirtschaft die Angst zu nehmen, auch um den Preis der vorübergehenden Aussetzung der Schuldenbremse. Besondere Hilfsprogramme wie der Einstieg des Staates zur Rettung der Lufthansa könnten nur Ausnahmen mit zeitlicher Begrenzung sein. Ein Drittel der arbeitenden deutschen Bevölkerung sei derzeit noch in Kurzarbeit und in vielen Familien herrsche Existenzangst und da müsse der Staat gezielt helfen und Perspektiven für Wirtschaft und Bürger aufzeigen, wobei die Bundesregierung auf gutem Wege sei. Ein Einfaches „weiter so“ wie vor der Krise sei jedoch nicht wünschenswert. Gerade im Bereich der Umwelt- Klima- und Industriepolitik müsse man zukünftig neue und kreative Wege gehen Die Frage sei jedoch erlaubt, so Linnemann wie den der Beitrag derjenigen sei, die im öffentlichen Bereich, in den staatlichen Verwaltungen ohne Kurzarbeit und Einkommenseinbußen auch in der Krise auf der sicheren Seite seien. Das übliche Rezept von Rot-Rot-Grün, mal wieder Steuern zu erhöhen, sei unsinnig und kontraproduktiv.
Ein weiteres Problem seien die monatelangen Schulschließungen für Kinder und Eltern mit all ihren Nebenwirkungen, dabei auch besonders für die 22 Prozent der Schüler, in deren Elternhäusern immer noch kein Deutsch gesprochen wird. Linnemann mahnte an, dass die Folgen der Krise noch lange spürbar seien, die Bundesrepublik jedoch mit Kreativität und Solidarität die Auswirkungen der Krise aber beherrschbar machen könne. Der Salzufler Bürgermeisterkandidat Dirk Tolkemitt, der durch die Veranstaltung führte, forderte speziell für Kurbäder wie Bad Salzuflen einen großzügigen Umgang mit den Sonntagsöffnungszeiten zumindest in diesem Jahr, um dem Salzufler Handel einen Ausgleich zu ermöglichen. Tolkemitt bedankte sich ganz ausdrücklich bei den Einrichtungen, die auch in Salzuflen in den letzten Monaten hilfreich vielen Mitbürgern zur Seite gestanden haben wie die Tafel, die sozialen Dienst in der Stadt, die Polizei und Feuerwehr und der ganze Gesundheitsbereich.

Foto von links: Bürgermeisterkandidat Dirk Tolkemitt, Landratskandidat Jens Gnisa, Messechef Andreas Reibchen, CDU-Vorsitzende Heike Görder und Dr. Carsten Linnemann

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